Geschichte der Pflege im Wandel der Ausbildung

Geschichte der Pflege im Wandel der Ausbildung

Wer etwas zur „Geschichte der Pflege“ schreiben möchte, findet keinen Anfang und kein Ende, das wurde mir bei der Recherche zu diesem Thema sehr bewusst. Worauf setzt man den Fokus, was möchte man mitteilen? Und: Wer setzt sich heute, bei all den drängenden aktuellen Fragen in der Pflege, noch mit dem Geschehen von „gestern“ auseinander?

Die Geschichte der Pflege ist geprägt von starken Persönlichkeiten, zumeist Frauen, die die Situation kranker Menschen nachhaltig verändern wollten. Sei es durch Verbesserungen in der praktischen Pflege als auch – im wissenschaftlichen Sinne – durch die Erarbeitung notwendiger pflegetheoretischer Grundlagen und damit einhergehenden Veränderungen in der Ausbildung.

Sie ist aber auch geprägt von zeitlich-historischen und politisch geprägten Kontexten, die die Pflege praktisch wie theoretisch und ideologisch beeinflusst haben, wie etwa in Kriegen oder zu DDR-Zeiten. Und so muss auch im Hinblick auf die Entwicklung in der Pflege gesagt werden, dass es Sternstunden sowie Irrungen und Wirrungen gab.
Aus all dem haben wir versucht, eine Mischung zu finden: Neu verfasste Beiträge sowie ältere Artikeln (die aber nichts an Relevanz verloren haben), verschiedene Themen und Kerninhalte – aber alle, mit einem historischen Kontext.
Lesen Sie sich also durch die folgenden Inhalte:

  • Prof. Dr. Hermann Brandenburg beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der Akademisierung der Pflege in Deutschland und bietet hier einen kurzen historischen Rückblick.
  • Auf die Gründungsgeschichte und das Konzept der Schwesternschule der Universität Heidelberg (USH) schaut als „Ehemalige“ Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik.
  • Dr. Elke Müller-Simianer beschreibt den Modellversuch „Lehrerin/Lehrer für Kranken- und Kinderkrankenpflege (Diplom)“, der in den 70er Jahren an der Freien Universität Berlin stattfand.
  • Zwei unterschiedliche DDR-Bildungsbiografien werden von Sabine Gentsch und Rosmarie Grunert vorgestellt.
  • Pflege ist eine Kunst – Man kann sie erlernen. Unter diesem Motto schreibt Katharina Jost einen kurzen Abriss über das Leben und Wirken von Florence Nightingale.
  • Prof. Dr. Norbert Friedrich beschäftigt sich mit Florence Nightingale und ihren Besuchen in Kaiserswerth.
  • Über das Leben und Wirken von Liliane Juchli und ihren Einfluss
    auf die Arbeit des EFAKS denkt Ulrike Döring nach.
  • Beeindruckt haben die Vorträge von Prof. Dr. Ruth Schröck zur „Zukunft und Möglichkeiten einer
    beruflichen Selbstbestimmung“ und zur „Ich-Identität der Pflegenden“, die sie bei Jahresfachtagen des EFAKS 1989 und 1990 hielt. Ulrike Döring ruft die Texte in Erinnerung.

Geschichte ist für mich immer eng verbunden mit der Frage, welche Impulse können wir mitnehmen? Was können wir lernen und weiterentwickeln? Und natürlich auch: Welche Fehler sollten wir auf keinen Fall wiederholen? Wo führt uns also die Reise aus der Vergangenheit heute hin?

Bei der Beschäftigung mit diesen Fragen wünscht Ihnen viel Spaß,
Ihre Katharina Jost

 

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