PFLEGEN
Das aktuelle Heft.

Schwerpunktthema 3/2016:

WENN DIE SEELE KRANK WIRD
Umgang mit psychischen Erkrankungen und
Persönlichkeitsstörungen in der Pflege

Als Pflegfachkräfte in den üblichen Arbeitsbereichen der stationären und ambulanten Pflege sind wir es mehr oder weniger gewohnt, auf körperliche Erkrankungen zu reagieren und hier für Abhilfe und Erleichterung zu sorgen. Hier verfügen wir über genügend fachliche Interventionsmöglichkeiten. Wenn aber die Seele krank wird, stehen uns schon deutlich weniger Ideen und fachliche Inspirationen zur Verfügung. Aber mit zunehmender Pflegebedürftigkeit steigt auch die Anzahl der zusätzlich psychisch Erkrankten, wie z. B. derer, die auch noch an einer Depression oder anderen psychischen Problemlagen leiden. Grund genug also, sich das Eine oder Andere nochmal in Erinnerung zu rufen oder sich neu mit dem Thema der psychischen Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen zu beschäftigen.

Depressionen sind neben der Demenz die häufigsten psychischen Probleme, mit denen Pflegende konfrontiert werden. In seinem Beitrag "Wenn die Seele gefangen ist" beschreibt Thomas Hax-Schoppenhorst Ursachen und Erscheinungsbild der Erkrankung und macht deutlich, wie wichtig gerade Pflegende für depressive Menschen sind.

Auch das "Mittendrin" von Helgard Kündiger setzt sich mit dem Thema Depression und Trauer als den tiefsten Tiefen der Seele auseinander und erklärt hier Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Prof. Dr. Volker Faust klärt ausführlich über das Vermüllungssyndrom auf und erläutert, welche Ursachen hier zugrunde liegen können, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten und was der Helfer wissen muss.
Weiterhin nimmt sich der Autor des Themas Angststörung an. Vom Beschwerdebild mit den verschiedenartigsten Symptomen bis hin zu Therapievorschlägen reicht das Spektrum des Beitrags.

Was eine Borderline-Störung ist und welches Therapiekonzept zur Gesundheitsförderung eingesetzt wird, erläutert Cornelia Wrage in ihrem Beitrag.

Wenn alte Traumatisierungen bei Demenz aufbrechen, sind vor allem Verständnis und Umgangshilfen von Nöten. Diese sind Inhalt des Beitrages von Dr. Brigitte Bauer-Söllner von der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg die auf einem Vortrag von Brigitte Merkwitz beruhen.

Umgang mit "stacheligen Persönlichkeiten" hat man in der Pflege des Öfteren. Aber welchen Typ genau hat man da gerade vor sich und wie reagiert man dann richtig? Dies beschreibt der Psychotherapeut Jörg Berger in seinem Beitrag.

Am Alltag in der Gerontopsychiatrie, wo kein Tag dem anderen gleicht, lassen uns Clara Römer und Antonia Roß teilhaben. Sie lassen uns wissen, wie die besonderen Herausforderungen an das Pflegepersonal in der Begleitung von gerontopsychiatrischen PatientInnen aussehen.
Dr. Günther Meyer berichtet, wie die ambulante psychiatrische Pflege entstand und in welche Richtung nun mit politischen Veränderungen die Weichen gestellt werden.

Der Beitrag von Heidrun Wolter hat zum Thema, wie man Selbsthilfegruppen für Menschen mit psychischen Erkrankungen einrichtet und langfristig etabliert.

Mit diesem Spektrum der Beiträge ist eine gute Grundlage gelegt, psychisch Kranke und Menschen mit Persönlichkeitsstörungen ein Stück besser verstehen und damit auch begleiten zu können.

Beim Lesen dieser spannenden Beiträge wünsche ich Ihnen viele Freude.

Ihre Katharina Jost

 

 

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